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Die Geschichte der katholischen Kirche als Diener der
Mächtigen.
Wie war es möglich, dass die katholische Kirche sich als
Institution so lange und erfolgreich halten konnte?
Der Judaismus, das Christentum, der Islam, der Buddhismus
oder Hinduismus haben keine einheitliche Institution und können als reine
Religionen betrachtet werden. Beim Katholizismus sieht das anders aus. Die
Kirche war seit ihrer Erhebung zur Staatsreligion unter Constantin an die
verschiedenen herrschenden Schichten gebunden und hat ihnen als Organisator
und Handlanger gedient.
Zur Zeit Diocletians waren die ersten Christen oder
Urchristen dazu gezwungen, sich in Gemeinschaften zusammenzutun, um der
Verfolgung besser entgehen zu können. Es waren weniger Sklaven, als
mittelständische Kleinhandwerker und –Händler, die dieser Ideologie anheim
fielen, deshalb konnten sie oft auch lesen und schreiben. Constantin machte
die kleine über das ganze Reich verbreitete Minderheit zu seinen Verbündeten.
Die zuerst verfolgten halfen ihm jetzt, andere zu kontrollieren. Sie fügten
sich gut in das neue System ein und machten es sich zu eigen. Die Grenzen der
damaligen römischen Verwaltungsbezirke lassen sich teilweise noch an der
Einteilung der heutigen Diözesen erkennen.
Als das weströmische Reich zusammenbrach, bot die
katholische Kirche ohne Skrupel den germanischen Barbaren ihre
administrativen Dienste an. So entstanden vom Gotenreich bis zum Frankenreich
verschiedenste Königreiche, die dann alle wieder verschwanden, nur die
katholische Kirche blieb bestehen und diente den neuen Herren.
Langsam emanzipierten sich Nationalstaaten, die, wie
Frankreich 1906 die Trennung von Staat und Kirche konstitutionell
vorschrieben. Jetzt wendete sie sich solchen Mächten zu, die auch weiterhin
ihre Dienste in Anspruch nehmen wollten. England hatte seine eigene Kirche,
Frankreich wollte unabhängig davon leben und der Kommunismus war antireligiös
eingestellt. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als sich dem Faschismus
anzuschließen. Franko und Mussolini bauten auf sie und Hitler schloss einen
Pakt “des sich gegenseitig Respektierens“ mit ihr. Wäre der Kommunismus nicht
so religionsfeindlich gewesen, hätte die Kirche auch ihm gedient.
Aber wie sieht die Situation der Kirche im 21.
Jahrhundert aus?
Von der finanziellen Seite her steht es ziemlich schlecht
um sie, obwohl sie dank der Reichtümer, die es ihr gelang, über Jahrhunderte
zusammenzuraffen, noch immer eine der reichsten Organisationen der Welt ist.
In manchen Staaten, wie zum Beispiel Deutschland gibt es weiterhin eine
Kirchensteuer, in anderen wird sie anderweitig vom Staat unterstützt und
Gläubige spenden noch immer viel Geld. Um ihren gewaltigen
Administrationsapparat zu verwalten, bedient sie sich ihrer Mönche und
Nonnen, für die sie fast keine Steuern bezahlt, weil sie diese zum Beispiel
in ihren eigenen Krankenhäusern versorgt und im Rentenalter in kircheneigene
Altersheime überführt, oder der kostenlosen Freiwilligenarbeit von Gläubigen.
Trotzdem sinkt ihre Bedeutung ständig. Der deutsche Papst Benedictus ging in
die Vergangenheit zurück, wollte die Kirchenzeremonie in lateinischer Sprache
wieder einführen und auf diese Weise aus der Kirchengemeinschaft einen
kleinen, aber engeren Elitekreis schaffen. Man wollte ihm nicht folgen.
Frauen und Homosexuelle als Pfarrer, Pedophilskandale in vielen Bildungsinstituten
der Kirche, unverarbeitete Vergangenheit (Inquisition, Hitlerpakt, usw.), das
Recht auf Abtreibung reiben sie langsam von innen auf. Eine deutliche
Erneuerung oder Wiedergeburt ist nicht in Sicht. Sie weiß, dass eine Religion
ohne Dogmen sinnlos ist; Der Glaube besteht aus und baut auf Dogmen auf. Aber
die Welt ändert sich zu schnell, als dass Dogmen sich diesem Wechsel
zeitgemäß anpassen könnten.
Amen!
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Else
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Else
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Else
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Sonntag, 19. Oktober 2014
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